Geräte

Hydraulischer Rettungssatz

Die Feuerwehr Eichstätt verfügt derzeit über 3 hydraulische Rettungssätze, wobei 2 Sätze durch ein elektrisches Hydraulikaggregat und 1 Satz durch ein Verbrennungsmotorenaggregat betrieben werden. Jeweils 1 Rettungssatz ist auf dem Hilfeleistungslöschfahrzeug, dem Rüstwagen und dem Tanklöschfahrzeug verlastet. 

Exemplarisch wird hier der Rettungssatz des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges dargestellt. 

Er setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  • elektrisches Hydraulikaggregat mit 3 Anschlussmöglichkeiten für hyraulische Rettungsgeräte und 2 Schlauchtrommeln mit jeweils 25 Meter Hydraulikschlauch; Es können 3 Geräte gleichzeitige betrieben werden.
  • Rettungsschere mit einer Schneidekraft von 103,8 Kn und einer Schneideöffnung von 202mm
  • Rettungsspreizer mit einer Spreizkraft von 33,7 Kn und einer maximalen Spreizöffnung von 686mm
  • Pedalschneider mit einer Schneidekraft von 22,4 Kn und einer Schneideöffnung von 55mm
  • 3 Rettungszylinder  mit unterschiedlichen Längen
    • Spreizkraft von 10,2 Kn und einer Spreizweite von 250mm bei einer Größe von 410mm im geschlossenen Zustand
    • Spreizkraft von 10,2 Kn und einer Spreizweite von 400mm bei einer Größe von 565mm im geschlossenen Zustand; Maximallänge von 965mm im geöffneten Zustand
    • Spreizkraft von 16,4 Kn und einer Spreizweite von 240mm bei einer Größe von 745mm im geschlossenen Zustand; Maximallänge von 1225mm im geöffneten Zustand
  • 1 Schlauchtrommel mit 30 Meter Hydraulikschlauch zur Verlängerung oder zum Betreiber eines dritten Gerätes.

 

Wärmebildkamera

Kürzlich wurde die Feuerwehr Eichstätt-Stadt mit zwei neuen Wärmebildkameras der Firma Active-Photonics aus Österreich ausgestattet. Im Vergleich zum bereits vorhandenen Gerät zeichnen sich die beiden Neuanschaffungen besonders durch ihre Kompaktheit, ihr geringes Gewicht und ihre Multifunktionalität bei leichter Bedienbarkeit aus. Mit nur drei Knöpfen, die trotz Feuerwehrhandschuhen und Schutzummantelung der Kamera leicht zu betätigen sind, können folgende Funktionen ausgewählt werden:

  • Ein-/Ausschalten und Standbild

  • Mehrfachzoom (Standard, 2-fach, 4-fach)

  • Auswahl verschiedener Modi (Standard, Inverse, Farbbild, Warm- und Coldspot)

Eine Liveübertragung der Bilder auf den Laptop des Einsatzleiters ist mithilfe eines kleinen Zusatzmoduls mit Antenne möglich. Zudem werden sämtliche Bilder automatisch auf eine SD-Karte aufgezeichnet, sodass der Einsatz auch zu jedem späteren Zeitpunkt nachvollzogen werden kann. Ein Karabiner mit ausziehbarer Halterung ermöglicht dem Atemschutzgeräteträger ein leichtes Anbringen der Kamera an seinem Pressluftatmer.

Die neuen Wärmebildkameras werden zukünftig im Mehrzweckfahrzeug und im HLF, das Vorgängermodell im LF 16 verlastet sein. Somit können im Einsatzfall bei Bedarf mehrere Kameras gleichzeitig eingesetzt werden (z. B. bei einer Personensuche nach einem Verkehrsunfall). Des Weiteren kann in Zukunft das HLF als schlagkräftigstes Fahrzeug am Standort verbleiben, während die Nachforderung einer Wärmebildkamera durch ein anderes Einsatzfahrzeug erfolgt.

Wärmebildkameras werden heutzutage bei den Feuerwehren vielfach eingesetzt und sind bei einer effektiven Brandbekämpfung nicht mehr wegzudenken. Trotz hoher Beschaffungskosten und möglicher Grenzen der Geräte (z. B. Reflexion der Infrarotstrahlung auf blanken Metalloberflächen und sinkende Messgenauigkeit bei extremen Wetterverhältnissen, etc.) bieten sie dennoch zahlreiche Vorteile im alltäglichen Einsatzgeschehen der Feuerwehren:

  • bessere Orientierungsmöglichkeiten für Atemschutzgeräteträger in verrauchten Gebäuden

  • schnelleres Auffinden von vermissten Personen verrauchten Räumen

  • effektive Lokalisierung eines Brandherdes

  • schnelleres Aufspüren von versteckten Glutnestern, z. B. in einer Dachisolierung

  • effektive Kontrollmöglichkeit bei einer Brandnachsicht, da die Temperatur punktuell gemessen und gleichzeitig die Temperaturverteilung einer ganzen Fläche überwacht werden kann

  • Lokalisierung von Stellen erhöhter Temperatur, z. B. in technischen Anlagen

  • effektive Vermisstensuche bei Dunkelheit, auch über größere Entfernungen im freien Gelände

  • Lokalisierung der Füllhöhe eines geschlossenen Behälters

  • etc.